Pater Pio von Pietrelcina und Padre Andrea D’Ascanio – San Giovanni Rotondo 1964Sie ist nach dem Willen zweier heiliger Männer , “Zwillinge” im Geiste, entstanden. Einmal war es der Hl. Pio von Pietrelcina aus dem Kapuzinerorden des Hl. Franz von Assisi, ein „geprägtes Abbild“ des gekreuzigten Jesus Christus, der, zusammen mit den „Gebetsgruppen für die Erwachsenen“, mit allem Nachdruck die Formation von „Gebetsnestern für Kinder“ (im Italienischen „Nidi di Preghiera“; Anm. d. Übers.) wünschte. Zum zweiten war es der Diener Gottes Pater Pio Dellepiane aus dem Franziskanerorden des Hl. Franz von Paola, ein „lebendes Abbild“ der Demut Mariens, dessen Seligsprechungsprozess derzeit noch läuft.

Der Heilige Pio erhielt die sichtbaren Stigmata ein Jahr nach der Erscheinung von Fatima. Er hat diese Botschaft zutiefst gelebt, durch sein nahezu ununterbrochenes Rosenkranzgebet und in seiner totalen Aufopferung an den Himmlischen Vater durch sein immer wieder erneuertes „Ja“: «Ich erbitte sterbend zu leben, damit aus dem Tod das Leben entspringe, das nicht stirbt, und dass der Tod dem Leben helfe, die Toten aufzuerwecken.» Zutiefst hatte er die Bedeutung der Kinder bei diesem Kampfe im Geiste, den er selbst in erster Person kämpfte, begriffen: «Die Kinder werden die Welt retten», so wiederholte er oft. Doch er starb, ohne die Verwirklichung seiner dringenden Bitte zu erleben.

Pater Pio Dellepiane nahm die Aufforderung des Heiligen von Pietrelcina auf, doch konnte er sie selbst wegen seiner prekären gesundheitlichen Verfassung nicht in vollem Umfang realisieren. Er betraute daher Pater Andrea D’Ascanio, Kapuzinerpater und geistlicher Sohn des Heiligen Pio, mit dieser Mission: «Es eilt…», sagte er, «…es ist schon fast zu spät!»

Zu diesem Zeitpunkt wurde Pater Pio Dellepiane der neue Seelenführer von Padre Andrea, und über einige jahre hinweg unterstützte er die ersten Schritte der Armata Bianca, vor allem durch seine unzähligen Demütigungen und Leiden: «Die Armata Bianca» - so sagte er - «wird emporsteigen und heranwachsen wie zu einem Meer, und sie wird die Welt einnehmen.» Er wollte, dass man mit der Publikation über die „Gebetsnester der Armata Bianca“ beginne: «20.000 Stück, um damit zu beginnen!“ In einem nächsten Moment fügte er hinzu: «Damit sich der Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens verwirklichen kann ist es notwendig, fünf Millionen Kinder an den Vater in Maria zu weihen.»

Padre Andrea griff sofort die Wünsche dieser seiner beiden Seelenführer und geistlichen Väter auf. Am 11. Februar 1973, in Taranto (Italien), wurde das erste „Gebetsnest für Kinder“ gegründet, während einer Stadtmission zu Ehren Pater Pio’s, die von Frau Dr. Maria Teresa d’Abenante organisiert wurde, die für die lokalen Gebetsgruppen Pater Pio’s verantwortlich war.

Pater Pio Dellepiane und Padre Andrea D’Ascanio – Fatima 1972

Pater Pio Dellepiane wollte im Juli 1974, dass Padre Andrea mit ihm zusammen nach Fatima reist und er wollte auch, dass er eine Heilige Messe am Grab des kleinen Francisco Marto zelebrierte, ebenso geschah dies am Grab von Jacinta: die Armata Bianca wurde damit ganz offiziell ins Leben gerufen, nahe der sterblichen Überreste der beiden seligen Kleinen.

 


Selige Jacinta MartoSeliger Francisco Marto